Verstauchung, Bruch & Co.: Die häufigsten Sportverletzungen

Das sind die häufigsten Sportverletzungen

Wer viel Sport treibt, bekommt es früher oder später wohl auch mit Sportverletzungen zu tun: Schnell ist der Knöchel verstaucht, ein Band überdehnt oder ein Muskel gezerrt. Um bleibende Schäden zu vermeiden und die Funktionsfähigkeit des betroffenen Bereichs schnell wiederherzustellen, kommt es auf die richtige Therapie an. Was sind nun also die häufigsten Sportverletzungen? Und wie werden sie am besten behandelt?

Joggen, Schwimmen, Zumba, CrossFit: Die Möglichkeiten, Sport zu treiben, sind schier endlos. Ob draußen oder drinnen, in der Halle, auf dem Sportplatz oder im Park – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Viele Menschen nutzen den Sport als spaßigen Zeitvertreib, manche wollen ihre Fitness steigern und wieder anderen geht es darum, die lästigen, überschüssigen Pfunde loszuwerden.

Sportverletzungen – ein häufiges Problem

Leider ist jeder Sport aber auch mit einer gewissen Verletzungsgefahr verbunden – egal ob durch eigene Unaufmerksamkeit oder die Mitspieler bei Mannschaftssportarten. Zu den häufigsten Sportverletzungen gehören:

  • Muskelverletzungen
  • Verstauchungen
  • Verletzungen der Bänder
  • Brüche

Sie alle sorgen für Schmerzen und weitere unangenehme Beschwerden. In der Regel ist es sinnvoll, Sportverletzungen beim Arzt behandeln zu lassen – schon allein um Folgeerkrankungen zu vermeiden und schwerere Verletzungen nicht zu übersehen.

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Muskelverletzungen

Ohne die Muskeln wäre nicht einmal die kleinste Bewegung möglich: Ihre Kontraktionen üben Kraft auf die umliegenden Knochen und Gelenke aus und ziehen sie in die gewünschte Position.

Sportverletzungen richtig erkennenNicht zuletzt deshalb sind Sportverletzungen im Bereich der Muskeln keine Seltenheit. Nehmen wir unsere Muskeln zu stark in Anspruch, bekommen wir das recht schnell zu spüren. Dann stehen Muskelkater oder gar Muskelzerrungen auf dem Programm. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu einem Muskelfaserriss oder gar einem Muskelriss gekommen sein – einzelne oder sehr viele Muskelfasern sind dann gerissen. Der Betroffene spürt einen stechenden Schmerz.

Doch auch Muskelverspannungen durch eine Überbelastung der Muskulatur können dem Betroffenen schwer zu schaffen machen. Bei der Behandlung geht es vor allem darum, dem betroffenen Muskel mit Verbänden und abschwellenden Salben eine Entspannung zu ermöglichen. Nach einigen Tagen können auch Massagen und langsam einsetzendes Training zur Gesundung beitragen.

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Verstauchungen

Jedes Gelenk ist nur innerhalb seiner physiologischen Grenzen zu Bewegungen in der Lage. Werden diese Einschränkungen durch starke, von außen einwirkende Kräfte überstrapaziert, zum Beispiel bei einem Sturz, kommt es zu einer Verstauchung – also einer Verletzung am betroffenen Gelenk.

Besonders häufig treten Verstauchungen am Knöchel beziehungsweise Sprunggelenk sowie am Handgelenk auf. Sportverletzungen wie diese äußern sich vor allem durch starke Schmerzen und deutlich erkennbare Schwellungen. Mit einigen Tricks kannst Du die Beschwerden aber gut lindern:

  • Die Sportverletzung kühlen
  • Mit einem Verband für mehr Stabilität sorgen
  • Das betroffene Gelenk hochlagern

Tipp zur Vorbeugung: Gelenke, die einem besonders hohen Risiko ausgesetzt sind, kannst Du beim Sport mit Bandagen oder Gelenkschonern schützen.

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Verletzungen der Bänder

Damit unsere Gelenke nicht ausleiern und auf Dauer ihre Stabilität behalten, gibt es die Bänder. Sie liegen um das Gelenk verteilt und verbinden die beteiligten Knochen miteinander. Dadurch schränken sie den Bewegungsumfang des Gelenks ein – und das ist auch gut so, denn das reduziert die Verletzungsgefahr.

Doch auch im Bereich der Bänder kann es zu Sportverletzungen kommen: Bänderdehnungen oder sogar Bänderrisse wie der Kreuzbandriss entstehen, wenn zu starke Belastung auf die bindegewebigen Strukturen einwirkt. Dieser Kraft können sie irgendwann nicht mehr standhalten, Dehnungen oder Risse sind die Folge.

Zur Behandlung von Sportverletzungen an den Bändern gehören:

  • Stabilisieren des Gelenks
  • Kühlen
  • Krankengymnastik

Operiert wird heutzutage nur noch, wenn davon auszugehen ist, dass andernfalls die Funktionalität des Gelenks auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen wird.

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Knochenbrüche

Bis zu einem gewissen Grad sind die Knochen im menschlichen Körper biegsam. Irgendwann ist allerdings auch dieser Dehnungsspielraum ausgeschöpft – wirken dann weiterhin zu starke Kräfte auf ihn ein, bricht der Knochen.

Für den Betroffenen ist das nicht gerade angenehm. Sportverletzungen wie Knochenbrüche sorgen für äußerst starke Schmerzen, Blutergüsse und Schwellungen. Bewegungen des verletzten Körperteils sind in der Regel kaum noch möglich. Hat eine Röntgen- oder CT-Untersuchung den Beweis für eine Fraktur erbracht, hat der Arzt mehrere Möglichkeiten sie zu behandeln:

  • Ruhigstellung durch Schiene oder GipsverbandKühlung
  • Ruhigstellung durch Schiene oder Gipsverband
  • Operative Fixierung des Bruchs, beispielsweise mit Schrauben oder Platten

Nach knapp sechs Wochen ist der Knochen normalerweise soweit wiederhergestellt, dass Gips oder Schiene abgenommen werden können. Mit dem Sport solltest Du aber trotzdem nicht gleich wieder voll durchstarten, denn erst nach drei bis vier Monaten ist der gebrochene Knochen wieder ganz ausgehärtet.


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