Ruhepuls richtig messen – ein hoher Ruhepuls schadet dem Herzen

Ruhepuls richtig messen ist gar nicht so schwer

Jeder Mensch ist einzigartig, weshalb das Herzfrequenzverhalten ebenso individuell zu betrachten ist. Trotzdem wurden von der Sportmedizin Grundregeln erstellt, die im folgenden dargestellt werden und als eine Groborientierung zu sehen sind. Wenn Sie diese für sich genau berechnet haben wollen, wenden Sie sich an einen Sportmediziner, Kardiologen oder Trainer, der Ihnen Ihr individuelles Herzfrequenzprogramm erstellen wird.

Ruhepulsmessung

Der Ruhepuls ist ein Gradmesser für die Fitness. Je niedriger er ist, desto besser. Die einfachste Möglichkeit sich einen Überblick über den Zustand des Herz-Kreislaufsystems zu verschaffen, ist die Messung des Ruhepulses. Den Ruhepulse richtig messen, denn eigentlich sollte jeder seinen Ruhepuls kennen, da er auch ein verlässlicher Indikator für Belastungen des Immunsystems darstellt. Wenn eine Erkältung oder Erkrankung im Anmarsch ist, ist der Ruhepuls bereits erhöht, noch ehe Sie die Krankheitssymptome wahrnehmen. Bei der Messung ist auf folgendes zu achten:

ruhepuls richtig messenDer Ruhepuls bzw. die Ruhe-Herzfrequenz wird direkt nach dem Aufwachen noch im Liegen gemessen. Und nur dieser ermittelte Wert wird auch tatsächlich als „Ruhepuls“ bezeichnet.

Denn sobald die Herzfrequenz einmal durch eine Aktivität, also das Aufstehen, gestiegen ist, wird er nicht mehr das niedrige Niveau erreichen, das sich nach einer längeren Schlafphase einstellt.

Auch im Sitzen ist die Herzfrequenz höher als im Liegen, somit erfolgt die richtige Messung wie gesagt noch im Liegen direkt nach dem Aufwachen.

Die Messung sollte vier mal wiederholt werden, davon sollte der Mittelwert gewählt werden. Beachten Sie, dass Blutdruck- oder Kreislaufmedikamente die Herzfrequenz beeinflussen.

Bewertung des Ruhepulses

  • 80 bis 90 Schläge und darüber sollten Sie mit dem Arzt abklären
  • 70 Schläge ist normal
  • 60 Schläge ist gut
  • 50 Schläge ist sehr gut
  • unter 50 Schläge Topwert  – (meiner liegt z.Z. bei 38-42)

Die Ruhepulsmessung ist nur eine Grobbeurteilung der Herz-Kreislauf-Leistungsfähigkeit. Wissenswertes dazu:
Ein untrainiertes Herz schlägt 80 bis 90 mal in der Minute, ein trainiertes Herz 50 bis 60 mal. Das sind um 43.000 Schläge am Tag und ca. 16 Millionen Schläge im Jahr weniger.

Ruhepuls richtig messen mit der passenden Pulsuhr

Erholungspuls

Der Erholungspuls zeigt, wie schnell sich der Puls nach sportlicher Belastung erholt. Je rascher er abfällt, umso trainierter sind Herz und Kreislauf. In der Praxis messen sie unmittelbar nach einer hohen Trainingsbelastung den Puls (Belastungspuls) und nach einer Minute nochmals (Erholungspuls). Die Differenz zwischen Belastungspuls und Erholungspuls ist der Messparameter wie schnell sich das Herz erholt.

Zum Beispiel Erholungspuls nach einer Minute minus 20 Schläge ist mäßig

  • 30 Schläge ist gut
  • 40 Schläge ist sehr gut
  • 50 Schläge ist super

Wenn Sie diese Messung regelmäßig im Rahmen der Trainingseinheiten durchführen, ist der Trainingsfortschritt deutlich messbar. Je besser der Trainingszustand ist, umso tiefer fällt der Wert ab, da sich das Herz schneller erholt.

Ende Artikel - Ruhepuls richtig messen

2 Kommentare
  1. Antworten facebook-profile-picture
    Der FitnessTester 27. Oktober 2013 um 23:53

    Da hast du recht Peter ein niedriger Ruhepuls oder Puls ist bei Sportlern fast normal aber es kommt auch bei nicht Sportlern vor, dass sie einen extrem niedrigen Puls haben. Am besten so wie du auch Peter eben vom Kardiologen checken lassen, dann ist man auf der sicheren Seite, dass alles o.k. ist.

    Schönen Gruß
    Der FitnessTester

  2. Antworten
    Peter Loose 27. September 2013 um 13:40

    Hallo Michael,

    ein sehr schöner Beitrag ich kenne das Problem eines niedrigen Ruhepuls und war auch schon beim Kardiologen deswegen. Aber solange die Pulsfrequenz normal ansteigt und auch wieder fällt im Belastungs-EKG ist alles gut.

    Einen schönen Gruß

    Peter

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