Trainer werden ist nicht schwer – einer sein dagegen sehr

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FitnessTrainer nicht jeder leistet, was er verspricht.

warum diese provokante Überschrift? – Weil es leider oftmals so ist, dass Trainer keine Ahnung haben, von dem was sie tun und damit sogar den Trainierenden mehr schaden als nützen. Was natürlich nicht heißen soll, dass alle Trainer keine Ahnung haben – da freue ich mich schon über die netten Mails die ich bekommen würde. – Nein, so ist es nicht – es gibt viele gute und auch sehr gute Trainer aber leider wie in jeder anderen Branche auch sau schlechte, die es mit ihrer Verantwortung dem Sportler gegenüber nicht sehr ernst nehmen.

Der richtige FitnessTrainer

Oftmals kann der Sportwillige nicht erkennen oder wissen, was für eine Ausbildung sein Trainer absolviert hat ob diese gut oder vielleicht weniger gut war. Da der Fitnessmarkt boomt und die Arbeitsbedingungen und Chancen für qualifizierte Trainer besser sind denn je, reihen sich dabei natürlich auch die schwarzen Schafe in die Branche ein.

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Es gibt für Trainer div. Trainerlizenzen wie:

  • B-Lizenz „Fitnesstraining“
  • A-Lizenz „Medizinisches Fitnesstraining“
  • B-Lizenz „Sporternährung“
  • A-Lizenz „PersonalTraining“

Leider sind inhaltliche Anforderungen an die Aus- und Fortbildungen in der Fitnessbranche gegenwärtig noch nicht standardisiert. Daher hängt die Qualität der Ausbildung stark von der Qualität des einzelnen Ausbildungs-Anbieters ab.

Als Beispiel du bist neu in einem FitnessStudio und kommst das erste mal mit deinem Trainer zusammen: Diese 6 Fragen (so oder so ähnlich) muss dir jeder gute Fitnesstrainer als erstes stellen:

  • Deine Ziele: Was möchtest du erreichen?
  • Bewegungsapparat: Gibt es z.B. Vorschäden an deiner Wirbelsäule oder Gelenken?
  • Gesundheit: Hast du z.B. zu niedrigen/hohen Blutdruck?
  • Nimmst du Medikamente (z. B. Betablocker)?
  • Fitnesslevel: Wann hast du zum letzten mal Sport getrieben?
  • Aufwand: Wie viel Zeit kannst oder möchtest du pro Woche investieren?

Wie gesagt so oder so ähnlich sollte das ganze aussehen je mehr Fragen um so besser. Somit kann sich dein Trainer auf deine Ziele einstellen, wie sollte er dich auch gut trainieren, wenn er nichts über dich weiß und keine Ahnung hat, was du erreichen willst.

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Und wie finde ich den jetzt einen guten Personal oder Fitness Trainer?

Das ist gar nicht so einfach, einen wirklich qualifizierten Trainer zu finden. Das Problem wie schon mal oben beschrieben: „Es gibt kein geschütztes Berufsbild, im Prinzip kann jeder seine Dienste als Personal Trainer anbieten“  –  Die Ausbildungen sind breit gefächert: Auf dem Markt tummeln sich Physiotherapeuten genauso wie Sportstudenten oder Trainer mit Lizenzen.

Ein besonderer Beweis für hohe Standards ist das TÜV Siegel. Dieses – vom Bundesverband Personal Training e.V. in Verbindung mit dem TÜV Rheinland in diesem Jahr initiierte Gütesiegel – bekommt nur, wer seine Qualifikationen, seine bisherige Tätigkeit in einem zeitlichen Mindestumfang und sein Fachwissen in einer schriftlichen und ggf. einer praktischen Prüfung nachweisen kann.

Mehr Informationen dazu gibt es beim: Bundesverband Personal Training (BPT) e.V.

Auch, wenn die Qualifikation stimmt, aber du dir aber nicht extra die Zertifikate der Trainer zeigen lassen willst, findest du hier Trainer, die ihre Qualifikation bereits nachgewiesen haben:

www.personalfitness.de

www.premium-personal-trainer.com

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Der Preis für einen Personal Trainer, was darf Personal Training wirklich kosten?

Der Preis für eine Stunde mit einem Personal Trainer ist  sehr unterschiedlich und von sehr vielen Faktoren abhängig. Leider gibt es in Deutschland auch noch keine Institutionen oder Verbände die Vorschriften oder Kataloge verfasst haben, an die sich ein Trainer halten muss. Ein Bereich der besonders auch bei entsprechenden Qualifikationen fehlt!

Guter Personal TrainerEin guter Trainer kostet zwischen 60-100€ /Std. – Und auch wenn sich das auf fürs erste viel anhört, haben diese Trainer eine sehr fundierte Ausbildung hinter sich, die nun mal auch ihren Preis hat. Natürlich kannst du dir mit zwei, drei Freunde und selben Trainingsziel auch einen Personal Trainer teilen, dann ist es auch nicht mehr ganz so teuer und man kann sich gegenseitig motivieren.

Und nicht vergessen, wir reden hier von den absoluten Profis in diesem Bereich und nicht von B-Lizenz Trainern aus dem Wochenend Seminar, die das ganze dann unter Umständen für 20-30 Euro anbieten können. Allerdings habe die auch meist nicht das Fachwissen, was in dieser Position angebracht wäre.

 

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Wo kann ich mich informieren, wenn ich vorhabe, mich zum Qualifizierten FitnessTrainer ausbilden zu lassen?

Da gibt es unter anderem den – DFAV – Deutscher Fitness- und Aerobic Verband.

Als grösster Deutscher Berufsverband für Mitarbeiter , Trainer und Instructoren in Fitness- und Wellness-Studios hat der Deutsche Fitness- und Aerobicverband e. V. (DFAV e. V.) während der 20 Jahre seit seiner Gründung über 10.000 Trainer und Instruktoren ausgebildet.

Die satzungsgemäßen Ziele des Verbandes lauten:

  • Qualifizierte Ausbildungen für Fitness – Trainer und Group – Fitness – Instructoren
  • Förderung des Breitensports in den Disziplin Fitness und Group Fitness
  • Förderung des Wettkampfsportes durch die Veranstaltungen der Deutschen Aerobic Meisterschaften sowie die Beteiligung an internationalen Events, Europa- und Weltmeisterschaften.
  • Berufsverband der freiberuflichen und angestellten Mitarbeiter von Fitness- und Freizeitanlagen

www.dfav.de

Die – DFLV – Deutsche Fitnesslehrer Vereinigung e.V. – ist eine gute Anlaufstelle.

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Deutsche Fitnesslehrer Vereinigung e.V. (dflv) – Aufgaben und Ziele

Die Deutsche Fitnesslehrer Vereinigung – mit Sitz im hessischen Baunatal bei Kassel – wurde 1989 gegründet und in das Vereinsregister Kassel eingetragen. Ein Schwerpunkt in der Arbeit der dflv ist es, dem teilweise unverantwortlichen Training „am Menschen“ durch nicht ausreichend oder gar nicht ausgebildetem Personal ein neues, eigens geschaffenes, qualifiziertes und gestuftes Berufsbild eines Fachsportlehrers entgegenzusetzen. Realisiert wird dieses Ziel durch anerkannte Aus- und Weiterbildungen sowie durch Betreuung von Fachübungsleitern Breitensport, durch Fitnesstrainer, Studioleiter, Fitnessberater, Fitnesslehrer, Sportlehrer, Physiotherapeuten, Verbandsportlehrer und Fachsportlehrer.

www.dflv.de

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FitnessTrainer Fazit

Wichtig ist: Mindestens den Grundschein – die sogenannte B-Lizenz – sollte jeder Trainer vorweisen können und er steht dem Trainierenden mit Geduld zur Seite und wird auch als Motivator auftreten, wenn der Elan des Trainierenden zu wünschen übrig lassen sollte.

2 Kommentare
  1. Antworten
    Andrea Szodruch 21. Januar 2014 um 9:41

    Hallo liebe Leser, da möchte ich mich doch gleich einmal zu Wort melden. Ich bin Personal Trainerin und Yoga Coach in München und finde den Bricht super. Leider darf sich wirklich JEDER Personal Trainer nennen, was es denen die Ihren Job professionell und hauptberuflich ausführen oftmal sehr schwer macht. Wir müssen einen gewissen Mindeststundensatz verlangen, denn hinter der „eigentlichen“ einen Stunde Personal Training steckt viel Erfahrung und auch Arbeit. Siehe dazu mein Artikel http://www.andrea-szodruch.de/personal-trainer-kosten/ wo ich auch einen Beitrag des BDPT eingefügt habe zum nachlesen. Also bitte liebe Kunden, macht Euch schlau und informiert Euch ausgiebig über den Trainer bevor enttäuscht werdet.

    Liebe Grüße
    Andrea

    • Antworten facebook-profile-picture
      Der FitnessTester 21. Januar 2014 um 10:01

      Hallo Andrea,

      genau darum ging es mir in diesem Artikel – Personal Trainer ist eben nicht gleich Personal Trainer. Wenn ein gut ausgebildeter Fitness Personal Trainer z.B. 70,00 oder 80,00 Euro die Stunde verlangt, liegt das nicht daran, dass er unverschämt ist und mit Gewalt Reich werden will. – Sondern es liegt daran, dass er eine lange und teure Ausbildung hinter sich hat. Es würde ja auch niemand zu einem Arzt gehen, der für 450,00 Euro seinen Titel am Wochenende erlangt hat und diesen Job dann nebenher betreibt auch, wenn er dann nur 30,00 – 40,00 Euro die Stunde nehmen würde – ODER?

      Nichts gegen einen Trainerschein am Wochenende – da will ich gar nicht gegen Reden. Nur mit dieser Qualifikation sollte ich nicht selbstständig als Personal Trainer arbeiten, weil einem hierzu einfach das grundlegende Fachwissen fehlt. Das kann man nicht in einem Crashkurs erlangen – genauso wenig, wie jemand am Wochenende Arzt werden kann. Auch hier direkt bevor die Beschwerdemails kommen – ein Personal Trainer ist natürlich auch kein Arzt das sollte lediglich als Veranschaulichung dienen…

      Sportliche Grüße

      Michael Ostendorf
      Der FitnessTester

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