Lohnt sich der Umstieg auf die E-Zigarette?

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Als Raucher merkt man gerade beim Sport oft die schädlichen Auswirkungen der lästigen Glimmstängel auf die Gesundheit. Man hat nicht mehr die Kondition von früher, kommt schneller aus der Puste und die Muskeln machen nicht mehr das mit, was vor dem Rauchen noch überhaupt kein Problem war.

Um endlich das Rauchen an den Nagel zu hängen, wechseln immer mehr Deutsche auf die E-Zigarette – eine wesentlich weniger schädliche Alternative zum Rauchen. Aber lohnt sich der Umstieg tatsächlich und wie klappt der Wechsel?

Der Unterschied zwischen Rauchen und Dampfen

e-zigarette oder doch lieber glimmstängelNikotin ist das Schlimmste an den Zigaretten? Weit gefehlt! In Tabakprodukten finden sich bis zu 4.800 verschiedenste chemische Zusätze, von denen bei mindestens 90 eine krebserregende Wirkung nachgewiesen wurde. Da der Tabak beim Rauchen verbrannt wird, entsteht durch den Verbrennungsprozess zusätzlich dazu Kohlenmonoxid – und das sorgt dafür, dass der Körper gerade beim Sport den so nötigen Sauerstoff nicht richtig aufnehmen und ins Blut transportieren kann. Und als ob das noch nicht genug wäre, verklebt der Teer unsere Lungenhärchen, und erschwert die Sauerstoffaufnahme somit nochmals. Man sieht, das Nikotin, welches unseren Körper theoretisch eine knappe Stunde nach der letzten Zigarette fast komplett verlassen hat, ist nicht das einzige Probleme beim Rauchen.

Der wichtigste Unterschied der E-Zigarette? Es wird nichts verbrannt. Stattdessen wird in einem sogenannten „Verdampfer“ ein Liquid sanft erhitzt und verdampft. Dieser Dampf wird im Anschluss über ein Mundstück inhaliert. Da beim Dampfen kein Kohlenmonoxid entsteht, kommt es auch nicht zu einer Sauerstoffunterversorgung und der Körper kann wesentlich mehr Leistung abrufen.

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Fitter durch den Wechsel auf die E-Zigarette?

Wer jetzt glaubt, dass mit dem Umstieg auf die E-Zigarette von heute auf morgen Ergebnisse zeigen, dürfte enttäuscht werden. Je nachdem, wie lange man vor dem Wechsel geraucht hat, braucht es natürlich eine Weile, bis eine Verbesserung des Allgemeinzustands einsetzt. Viele Dampfer berichten davon, dass sich nach etwa zwei Monaten eine deutliche Konditionssteigerung bemerkbar macht. Man kommt nicht mehr ganz so schnell aus der Puste und auch das morgendliche Husten wird weniger. Eine weltweite Umfrage des Onassis Cardiac Surgery Center unter 19.000 E-Zigaretten-Nutzern zeigte schon 2014 auf, dass sich bei 74% der Befragten eine gesundheitliche Verbesserung und gesteigerte Kondition einstellte, 86% freuten sich über bessere Atemfunktionen.

Weitere Verbesserungen, die nicht unbedingt etwas mit der Fitness zu tun haben? Der Geschmacks- und Geruchssinn erholt sich wieder.

Auch die Wissenschaft unterstützt die Annahme, dass die E-Zigarette wesentlich weniger schädlich als das Rauchen ist. Eine amerikanische Langzeituntersuchung hat ergeben, dass bei 96 Prozent aller Konsumenten, die länger als drei Jahre dampfen, die durch den Tabak verursachten Gesundheitsschädigungen deutlich verringert wurden, besonders im Bereich der Herzkrankheiten, des Bluthochdrucks und Asthma. In einer Übersichtsarbeit der britischen Exekutivagentur Public Health England (PHE) wird bestätigt, dass E-Zigaretten etwa 95 Prozent weniger gesundheitsschädlich sind als herkömmliche Tabakzigaretten.

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Wie kann man umsteigen?

Wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte, ist es oft gar nicht die körperliche Sucht nach dem Nikotin, die es so schwer werden lässt. Es sind die vielen kleinen Rituale, die unweigerlich mit dem Rauchen verknüpft sind: die „morgendliche Kippe mit dem Kaffee“, die gemeinsame Zigarette in der Mittagspause mit den Kollegen oder das Rauchen, wenn man feiern geht.

Durch die ähnliche Anwendungsweise – man zieht und es dampft – fällt es vielen Rauchern leichter, mit Hilfe der E-Zigarette mit dem Rauchen aufzuhören. Doch wo fängt man an?

Viele Dampfershops bieten sogenannte Einsteiger-Sets an, in denen man alles findet, was man zum Dampfen benötigt: eine E-Zigarette (die meist aus einem Verdampfer und einem Akku besteht), ein Ladegerät und die sogenannten Verdampferköpfe, die das Herzstück einer jeden E-Zigarette sind. Zusätzlich dazu benötigt man nur noch Liquid. Dies gibt es in unzähligen Geschmacksrichtungen von Tabak bis Pina Colada, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Einsteiger tun sich dabei mit Tabak-Aromen beim Umstieg oft leichter. Die Liquids gibt es in verschiedenen Nikotinstärken. Als starker Raucher sollte man mit 12 mg Nikotin beginnen und dies im Verlauf immer weiter senken. Viele Dampfer benutzen sogar nikotinfreies Liquid.

Letzte Aktualisierung war am:14. Dezember 2017 4:55
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